Powidltascherl
Kartoffelteig, dunkler Powidl, goldene Brösel — ein Trostessen nach altem Rezept, das nach Wärme und Zuhause schmeckt.
Powidltascherl — in der österreichischen und böhmischen Küche mit Pflaumenmus gefüllte Teigtaschen aus Kartoffelteig, in gerösteten Semmelbröseln gewendet und mit Puderzucker bestreut. Ein Gericht, das keine großen Worte braucht.
Die kleine Geschichte vom Powidltascherl
Wenn es draußen kalt wurde und der Küchentisch mit Mehl bestäubt war, wusste man: Heute gibt es Powidltascherl.
Die Kartoffeln lagen noch warm vom Herd in der Schüssel, wurden gedrückt, gesalzen, mit Mehl vermählt. Keine Waage, kein Maß — nur Erfahrung und ein prüfender Blick. In der Mitte wartete der Powidl, dunkel, süß und ein wenig geheimnisvoll, wie er es schon immer war.
Mit flinken Händen formte man die Tascherl, nicht schön im modernen Sinn, sondern ehrlich. Jedes ein bisschen anders, jedes richtig. In der Pfanne zischte die Butter, der Duft von Vanillezucker und gerösteten Bröseln zog durchs Haus und lockte alle in die Küche — auch die, die eigentlich „noch keinen Hunger“ hatten.
Powidltascherl waren nie ein feines Dessert. Sie waren ein Trostessen. Ein Fest nach einfachen Regeln. Und bis heute schmecken sie genau so: nach Wärme, Geduld und ein bisschen Zuhause.
Das Originalrezept aus dem Familienkochbuch.
Zutaten für 4 Personen
Erdäpfelteig (Kartoffelteig)
Für die Brösel
Außerdem
Zubereitung
Powidltascherl — es ist angerichtet.
Unser Tipp für den perfekten Teig
Die Kartoffeln unbedingt noch heiß verarbeiten — so verbindet sich der Teig viel besser. Und den Teig wirklich nur kurz kneten, sonst wird er zäh. Jedes Tascherl gut am Rand zudrücken, damit der Powidl beim Kochen nicht herausläuft.
